Das unsichtbare Nervensystem

Shownotes

Eine Situation ist nichts für schwache Nerven, wir sind von etwas genervt, wir schmeißen unsere Nerven weg: sind starke Emotionen im Spiel, mischt auch unser Nervensystem kräftig mit. Eigentlich ist es sogar in allen Bereichen unserer Gesundheit mit entscheidend. Und man muss sich vorstellen, dass dabei das meiste autonom abläuft, also ohne, dass wir aktiv etwas dazu beizutragen haben. Verschiedene lebenswichtige Funktionen im menschlichen Körper sind praktisch automatisiert.

Transkript anzeigen

00:00:01: Gesundes Südtirol, der Südtiroleins-Podcast mit Dr.

00:00:05: Christian Thule und Christina Rabanza.

00:00:09: Grüß Sie wieder bei uns!

00:00:11: Bei Obst im Glas – bei der letzten Folge konnten wir alle mitreden, lieben wir stellen wir selbst einiges her.

00:00:19: Heute geht's tiefer ins unsichtbare Nervensystem.

00:00:24: aber

00:00:24: Herr Doktor Thule wenn es schon als unsichtbar bezeichnet wird wie wichtig kannst du dann sein?

00:00:30: Schön, dass Sie wieder dabei sind.

00:00:32: Und das unsichtbare Nervensystem wirkt auf den ersten Blick unwichtig ist aber grundsätzlich und das kann ich Ihnen garantieren die Schaltzentrale für unser ganzes Leben.

00:00:46: Faszinierend was da alles zusammenspielt eben beispielsweise rund hundert Milliarden einzelne Nervenzellen Billionen von feinsten Nervenfasern, die alle zusammen ein gigantisches Informationsnetzwerk bilden.

00:01:03: Reize fließen vom Gehirn zu unseren Muskeln, von unseren Fingern ins Gehirnt und bringen Nachrichten von einem Ort zum anderen.

00:01:14: Aber nur einen Teil davon steuern wir eben bewusst

00:01:17: Wir können uns bewegen, wir können sprechen, wir kann handeln.

00:01:22: Und dann gibt es wiederum einen wichtigen Teil des Nervensystems, der ganz unbewusst abläuft das autonome Nervenystem.

00:01:32: und von dieser inneren Schaltzentrale aus werden alle Organe unseres Körpers gesteuert.

00:01:40: Also wir sprechen davon Atmung, Herzschlagverdauung und wir können uns vorstellen wie komplex das alles ist!

00:01:47: Wir starten mit dem Sympathikus – der klingt ja nicht!

00:01:51: Dieser Sympatikus ein ganz, ganz wichtiger Teil unseres Nervensystems.

00:01:56: Und auch wenn wir ihn gerne mal als unsichtbar bezeichnen – weil man ihn ja kaum merkt, weil alles automatisch funktioniert – muss man sagen, ohne ihn wären wir absolut nicht lebensfähig!

00:02:09: Der Sympathikus ist der eigentliche Teil des Nervenystems, der dafür verantwortlich ist, dass wir schnell reagieren können.

00:02:18: Und von der menschlichen Entwicklung her kann man sich das sehr gut vorstellen, weil unsere Vorfahren und so die lange zurückliegenden Vorfahren, die lebten ja in Höhlen.

00:02:28: Die haben halt einfach auch müssen bereit sein jederzeit zu fliehen oder zu kämpfen.

00:02:34: Und genau dafür ist das Sympathikus zuständig!

00:02:38: Wenn wir das jetzt übertragen auf heute dann Gott sei Dank haben wir schon die Höhle verlassen aber das SyMPATHIKUS seine Funktion immer noch bei behalten.

00:02:47: Wir fliehen zwar nicht mehr vor den Sebelzantäger, aber wir haben immer noch genügend Situationen in unserem Leben die ein schnelles Reagieren erfordern und deswegen brauchen wir den Sympathikus.

00:02:59: Und was könnte das zum Beispiel jetzt konkret sein?

00:03:02: Stellen Sie sich vor sie erschrecken plötzlich!

00:03:05: Ihr ganzes Reaktionsmuster wird von Sympatikus gesteuert.

00:03:09: oder stellen Sie es sich vor Sie müssen plötzlich vor vielen Leuten eine Rede halten.

00:03:15: Oder stellen Sie sich vor, sie stehen vor einem Wettkampf.

00:03:17: Es ist das Sympathikus der sie darauf vorbereitet.

00:03:20: Das gilt aber auch in unserem Alltag – in der Schule oder im Berufsleben.

00:03:26: Und was auch wichtig ist dieser Sympatikus klingt jetzt gerade so als wäre nur da wenn wir in Gefahr wären.

00:03:32: Der hat noch andere Aufgaben und die finde ich mindestens so wichtig.

00:03:36: er bereitet uns zum Beispiel vor Sport zu treiben, in der Früh aufzustehen.

00:03:42: Er führt dazu, dass wir uns konzentrieren können und auch körperlich stark anbacken können.

00:03:50: Er lässt das Herz schneller schlagen, er lässt es kräftiger schlagen.

00:03:54: Er steigert den Blutdruck die Atemwege erweitern sich Die Bubilden werden größer, die Muskulatur wird stärker Und er sorgt natürlich dafür, dass Wir ausreichend Energie für unsere Muskeln gewinnen.

00:04:09: Und dieses Programm, das läuft praktisch im Hintergrund wie bei einem Computer automatisch ab ohne dass wir es bewusst steuern müssen.

00:04:18: Und der wichtigste Botenstoff bei dem sich der Sympathikus bedient ist das Adrenalin und die Wirkung vom Sympatikus kennen wir alle!

00:04:28: Das Herz klopfen, die schnelle Atmung feuchte schwitzende Hände erhöhte Aufmerksamkeit und dann vor allem auch das Gefühl plötzlich Urschnell hellwach zu sein.

00:04:40: Ein Beispiel, das vielleicht nicht so günstig ist weil wir es ja im Vorfeld verhindern könnten wenn wir mit dem Auto fahren müde werden und trotzdem weiterfahren und so fast einschlafen würden.

00:04:52: Wenn dann eine Gefahrensituation auftritt Dann schießt plötzlich dieses Adrenalin ein.

00:04:57: Da.

00:04:57: Sympathikus wird hoch aktiv.

00:04:59: Man hat das Gefühl man hat zehn Kaffee auf einmal getrunken Und ist wieder hellwach.

00:05:05: Also der Stress, den der Sympathikus macht ist auch noch heutzutage wichtig und notwendig für uns.

00:05:11: Nur sollten wir es damit halt auch nicht übertreiben?

00:05:14: Ja wenn wir den Sympatikus zu viel fordern, zu stark reizen dann führt er uns in einen Zustand, den wir alle irgendwo auch kennen nämlich in einem Stresszustand.

00:05:27: Und wie wir wissen brauchen wir bei Stress unbedingt dann wieder den Gegenspieler, den Vagus damit wir uns erholen können.

00:05:33: Wenn der nicht aktiviert wird und wir nur auf das Sympathikuspedal drücken, dann kommen wir in einen Dauerstress.

00:05:41: Und so ein Dauerstress da kann viele schwerwiegende Folgen haben auch auf gesundheitlicher Ebene.

00:05:47: Der Blutdruck steigt und bleibt dann dauerhaft hoch.

00:05:51: Sie haben vielleicht eine dauerhafte erhöhte Herzfrequenz.

00:05:54: Eine gestörte Verdauung!

00:05:56: Alle unsere inneren Organe, die auch mit dem Sympathikus verbunden sind können dann natürlich auch negativ reagieren.

00:06:04: Aber es gibt schon auch Möglichkeiten um unseren Sympatikus etwas vom Gas herunterzubekommen?

00:06:09: Also das wichtigste Beispiel, das auch durch Studien ganz gut belegt ist, ist eine ruhige, langsame und entspannte Atmung.

00:06:19: Und das können wir lernen, die Atemtechnik kann man sehr gut lernen!

00:06:23: Wir wissen heute auch dass die regelmäßige Bewegungen und der ausreichende Schlaf ganz wesentliche Bausteine sind um unserem Sympathikus den Notwendigen Ausgleich zu

00:06:33: schenken.".

00:06:34: Und sein Gegenspieler oder sein Partner der Vargusnerv war ja auch gerade kurz schon dabei?

00:06:40: kann gerne ein bisschen als die Bremse unserer inneren Organe bezeichnet werden und ist gleichzeitig für Ruhe Unterholung zuständig.

00:06:49: Ja, und schon wo der entlang läuft zeigt uns wie wichtig das sein muss!

00:06:54: Er startet nämlich als ein eigener Hirnnerv also direkt aus unserem Gehirn heraus und versorgt alle inneren Organe von der Lunge über das Herz.

00:07:05: vor allem aber ist er der zentrale Nerv unserer Verdauung.

00:07:10: Und wie macht er das mit der Entspannung?

00:07:13: Er hat die Aufgabe, so dass wenn wir nach einem anstrengenden Tag nach Hause kommen und sagen, jetzt setzen wir uns mal aufs Sofa.

00:07:21: Dann sorgt er dafür, dass wir aus unserem Stressmodus herauskommen und herunterschalten.

00:07:27: Das geschieht so, dass er einfach dafür verantwortlich ist den Herzschlag zu verlangsamen Die körperliche Alarmbereitschaft der Stress nehmen ab Die Verdauung unterstützen bringt uns in die Regenerationsphase.

00:07:45: Aus diesem Grund wird der im Englischen gern auch als rest and digest bezeichnet, also ruhen und verdauen.

00:07:55: Und er spielt ihm auch im Darm eine zentrale Rolle?

00:07:58: Gerade beim Darm sprechen wir vom zweiten Gehirn.

00:08:02: Das ist deswegen weil dort so viele Nervenendigungen sich finden.

00:08:07: Ein ganz großer Teil, der Hauptanteil liegt bei diesem Vargusnerv.

00:08:12: Er ist also dafür zuständig Informationen vom Gehirn zum Darm aber auch vom Darm zum Gehirnen zu liefern.

00:08:20: Den Wagusnerf können wir uns auch so vorstellen wie eine Datenautobahn, aber die nicht nur in eine Richtung fährt sondern nicht nur vom Gehirn zum Darm.

00:08:29: Sondern eben auch ganz wichtige Informationen unseres Verdauungstraktes direkt an unser Gehirne weiterleitet damit es reagieren kann falls das etwas umstellen muss und in der Verdauung irgendetwas nicht nach Wunsch läuft.

00:08:43: Also wie gesagt er bringt Ruhe und Erholung in unsere inneren Organe und vor allem eben auch in den Darm.

00:08:49: Also sobald der Vargusnerv funkt, passiert eigentlich Folgendes.

00:08:54: Unser Blutdruck, der sinkt die Herzfrequenz nimmt ab das heißt der Puls wird langsamer Die Atmung entspannt sich und vor allem die Verdauung schaltet sich an.

00:09:06: Das ist ein ganz wesentlicher Teil Denn hier gewinnt unser Körper wieder Energie Hier erholen wir uns.

00:09:13: Wir können es auch gerne so beschreiben Geht es dem Vargus-Nerv gut?

00:09:19: geht es auch unserem Darum gut.

00:09:21: Allerdings muss man schon sagen, unser Vargusnerv schießt schon mal lieber das Ziel hinaus – auch bei Ihnen in der Praxis sogar!

00:09:29: Manche können einfach kein Blut sehen.

00:09:32: Wenn Sie dann zur Blutabnahme kommen wird ihnen zunächst einmal heiß und es wird ihnen übel, es wird denen schwindelig und plötzlich werden sie bewusstlos.

00:09:42: Für diese Bewusstlosigkeit für diese Reaktionen ist genau der Vargusnerv zuständig.

00:09:47: Aber nicht nur dort, das passiert auch im Sommer.

00:09:49: bei langem Stehen zum Beispiel es sind viele dann am Blutdruckabfall und dann gehen die Lichter im wahrsten Sinne des Wortes in unserem Kopf aus und wir werden schwindelig zusammen.

00:10:03: Das sind alles Reaktionen bei denen der Vagus hyper aktiv ist Und wo wir dann versuchen müssen, den Sympathikus zu aktivieren indem wir halt einfach die Beine hochlagern.

00:10:15: Meistens zum Glück ist das alles ganz ungefährlich.

00:10:19: In einer stressigen Phase gibt es auch Möglichkeiten um unseren Vargusnerv anzuregen und zu aktiviren

00:10:25: Funktioniert ganz simpel der Vargus läuft ja bei den Stimpendern vorbei und wird durch Vibrationen der Stimmbänder aktiviert.

00:10:35: Wie schaffen wir das?

00:10:36: Ganz einfach!

00:10:37: Wir brummen oder Summen.

00:10:43: Und das natürlich öfters und je länger, desto besser.

00:10:46: Es gibt natürlich noch viele andere Möglichkeiten professionellere Möglichkeiten.

00:10:50: die überlassen wir aber Ärzten und Pflegern.

00:10:53: Aber was für mich zum Beispiel auch ganz einfach für sie wäre ist zwar weniger angenehm aber hoch effizient.

00:11:00: gehen Sie mal zum Waschbecken und spritzen sich Eiskaltes Wasser ins Gesicht.

00:11:05: Sie werden sehen, Augenblicklich reagiert darauf der Vagusnerv, obwohl das vielleicht im ersten Augenblick wie Stress ausschaut, regiert sofort der Vagus drauf.

00:11:14: Sie haben ihn wunderbar stimuliert und der Puls geht runter und sie erholen sich.

00:11:19: Das total faszinierende und wichtige aber eigentlich unsichtbaren Nervensystem in dieser Südtirolines gesunde Südtirol Podcast Folge!

00:11:28: Bei wichtigen Entscheidungen hören wir oft auf unser Pauchgefühl.

00:11:32: Verliebte haben Schmetterlinge im Bauch, aber so richtig greifbar ist das alles ja nicht.

00:11:37: und trotzdem sagen sie Herr Doktor Thüle.

00:11:40: Das Alles ist ja nicht irgendwie Einbildung, das ist Teil unseres Bauchherns!

00:11:46: Und dass ergibt sich eigentlich dadurch, dass im Bereich unseres Darmes ein gigantisches Nervengeflecht sich findet und das besteht aus mehr als hundert Millionen Nervenzellen.

00:12:03: Und somit ist das der Ort nach dem Gehirn, wo am meisten Nervenzeilen

00:12:07: vorkommen.".

00:12:08: Und wie immer bei wichtigen Positionen geht's auch hier um eine gute Kommunikation!

00:12:14: Und diesen Teil bezeichnen wir auch gerne als die Darm-Hirnachse.

00:12:36: Weil es im Darm sitzt, unser zweites Gehirn, das Bauchgehirn hat es natürlich erst mal viel mit unserer Verdauung zu tun.

00:12:43: Es steuert zum Beispiel die Darmbewägungen wie schnell oder wie langsam wir verdauen?

00:12:50: ist für den Weitertransport der Nahrung verantwortlich.

00:12:54: Es ist dafür zuständig, dass wir genügend Verdauungssefte produzieren und rechtzeitig auch in den Darm abgeben.

00:13:03: Es sorgt für eine ausreichende Durchblutung in unserem Darm.

00:13:08: Und nur so können wir die Nährstoffe aus dem Darm ins Blut aufnehmen.

00:13:14: Dass das alles abläuft nicht?

00:13:15: Zum Beispiel jedes Knurren- und Brummen in ihrem Bauch hat mit unseren Bauch hier zu tun.

00:13:21: Aber es ist noch viel mehr zuständig, nämlich zum Beispiel für die Produktion des Glückshormons Serotonin und damit sehen wir schon wie unser Bauch direkt Einfluss nimmt auf unser zentrales Gehirn im Kopf.

00:13:38: das heißt also es entscheidet auch wie es uns geht.

00:13:42: man könnte heute sagen unser Kopf entscheidet zwar was wir essen aber unser Bauchhirn entscheidet, was damit geschieht.

00:13:53: Oder auch ein Beispiel für die Verbindung der beiden?

00:13:56: Die Prüfungsangst!

00:13:58: Wenn man vor Prüfungen eben sich fürchtet dann passiert es sehr oft dass wir einen trockenen Mund bekommen das wir auch viel viel öfter auf die Toilette müssen.

00:14:11: und es gibt ja auch das umgekehrte Beispiel wenn wir essen bisschen übiger als wir sollten Dann sendet unser Darm an unsere Gehirn und sagt, jetzt musst du mal runterschalten.

00:14:23: Und dafür ist es dann ganz typisch dass wir nach dem Essen müde werden.

00:14:29: Auch wenn wir's unbedingt wollen uns aber nicht mehr gut konzentrieren können.

00:14:34: Unsere Darmflora nehmen wie hier auch unbedingt mit rein.

00:14:38: Eine gesunde DarmFlora sorgt dafür das es unserem Bauchirn gut geht.

00:14:43: Aber ist unsere DarmFlora gestört?

00:14:46: alle möglichen Krankheitsbilder entwickeln.

00:14:50: Und das kann dann natürlich mit der Zeit extrem ungut sein.

00:14:53: Natürlich gilt auch beim Darm, dass wir zwischen dem aktiven Nerven, dem Sympathikus und dem beruhigenden Nerven den Vargus einen Gleichgewicht schaffen müssen.

00:15:05: Je ausgewogener dieses Gleichgewichts ist, desto besser geht es uns!

00:15:10: Wenn wir da zu viel Stress haben und zu viele Adrenalin ausschütten dann leidet unser Darm ganz extrem darunter.

00:15:18: Deswegen bekommen wir oft das Phänomen des Reizdarms zu sehen, das ist in der heutigen Zeit die Krankheit unseres Darms, die am meisten zunimmt und deswegen äußert sich diese Überaktivität durch Bauchschmerzen, Völlegefühl, Unregelmäßigkeiten beim Stuhlgang natürlich auch bei veränderten krampfartigen Darmbewegungen Und wir können für die Darmflora ja sehr viel Gutes beitragen.

00:15:49: Beispiel, essen wir viele Ballaststoffe.

00:15:52: Ballaststoffe sind Faserstoffe.

00:15:54: Die brauchen wir einfach in unserer Ernährung damit wir eine gute gesunde Darmflora haben.

00:15:59: Wir sollten uns mit viel Gemüse und Obst ernähren.

00:16:05: das ist ganz wichtig damit wir diese Faserstoffe zusammen bekommen.

00:16:08: und dann unbedingt viel Bewegung.

00:16:12: Bewegung tut uns am Daumen gut und auch das wichtig Erholungsphasen.

00:16:18: Wir brauchen vor allem aber regelmäßig und gesunden

00:16:21: Schlaf.".

00:16:22: Und abschließend vielleicht noch, wenn unser Top-Thema – das unsichtbare Nervensystem insgesamt aus dem Gleichgewichtgerät – dann haben wir ein echtes Problem?

00:16:31: Dann verliert unser Körper tatsächlich total die Kontrolle über die Funktion aller inneren Organe und das bedeutet natürlich ein riesiges Chaos.

00:16:43: Und wie kann das konkret passieren?

00:16:45: Unser autonomes Nervensystem ist, und das meine ich ganz ehrlich genial organisiert.

00:16:52: wir brauchen nicht dran zu denken es läuft im Hintergrund Es ist immer einsatzfähig immer bereit aber wenn wir es zu viel stressen.

00:17:02: Wenn es mit dem Lärm und der Belastung unseres heutigen Alltages nicht mehr zurechtkommt, dann überfordern wir es und riskieren ganz einfach dass diese innere Daktion verloren geht.

00:17:15: Wir bezeichnen das ganze Kerne auch als die sogenannte vegetative Dystonie.

00:17:22: Das heißt also nichts anderes als dass unser autonomes Nervensystem nicht mehr richtig aufeinander abgestimmt ist

00:17:30: Und auch die Verdauung dreht in so einer anhaltenden Situation ziemlich durch.

00:17:34: Dort funktioniert gar nichts mehr, sie leiden an Sortbrennen Sie haben übersäuerten Magen Es kommt unter Umständen zu einer Entzündung der Magenschleimhaut Zu Stuhlunregelmäßigkeiten zu wilden Krämpfen Schmerzen und vor allem es ist die ganze Verdauungen gestört.

00:17:55: Wie kommen wir da wieder raus?

00:17:57: Also die gute Nachricht ist Wenn wir nicht zu lange zuwarten, können wir das in Eigenregie wieder ins Gleichgewicht bringen.

00:18:09: Natürlich müssen wir dafür sorgen dass unser Umfeld über unseren Zustand bescheid weiß.

00:18:16: Das gilt in der Familie ganz wichtig dann dort ist eigentlich unsere Rückzugsgebiete muss informiert sein muss funktionieren.

00:18:26: Man muss sich auch eingestehen dürfen, dass man mal nicht so gut funktioniert.

00:18:31: Und dann natürlich auch im Berufsleben müssen wir dafür sorgen, dass wir einfach mehr Ruheinseln einbauen dürfen vielleicht sogar einmal zeitlang ein bisschen kürzer treten können damit wir uns erholen können.

00:18:44: und das Wichtigste in Allgemeinen sind dann Maßnahmen die für Ausgleich sorgen.

00:18:51: Die Bewegung steht an der ersten Stelle Und dann brauchen wir auch Abstand von Lärmköln, ob das jetzt Fernseher sind.

00:19:01: Ob es zu laute Musik ist.

00:19:03: Ob das zum Beispiel die ganzen sozialen Medien sind.

00:19:08: Wir müssen uns da ein bisschen zurücknehmen und zurückziehen, weil sonst kann sich unser vegetatives Nervensystem beim besten Willen nicht erholen.

00:19:17: Ganz simpel diese Atemübungen, die man durchführen kann.

00:19:20: Das richtige Atmen!

00:19:22: Durch die Nase einatmen und durch den Mund schön langsam ausatmen.

00:19:27: Und wenn Sie merken – das können sie im Alltag wirklich einbauen – dass Sie aus dem Rhythmus kommen, dass alles zu schnell viel für Sie wird, dann kann man auch eine ganz einfache Übung machen, die extrem hilfreich ist für das Wege der tiefe Nervenstemme.

00:19:44: Schütteln Sie Arme und Beine Ein bis zwei Minuten kräftig aus.

00:19:49: Das baut den Stress, vor allem das Adrenalin super gut ab!

00:19:56: Das unsichtbare, das vegetative Nervensystem wissen wir auch darüber ein bisschen mehr.

00:20:02: Vielen Dank für diese Podcast folge Herr Dr.

00:20:04: Thule.

00:20:05: Ich bedanke mich auch ganz herzlich für die Aufmerksamkeit.

00:20:08: Ja es mag zwar unsichtbar sein aber werden gelernt.

00:20:12: Es ist extrem wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden.

00:20:16: Eine neue Podcast-Folge mit vielen Zusatzinfos liefern wie Ihnen monatlich.

00:20:22: Wöchentlich hören können Sie, Gsundes Südtirol jeden Dienstag ab elf Uhr im Radio bei uns auf Südtirol I. Die wichtigsten Infos lesen sie auch jederzeit online bei uns und wenn Sie noch Fragen haben einfach E-Mail an uns.

00:20:35: Gesundheitspraxis at SüdtioLiens

00:20:45: IT.